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jetzt erhellte ſich plötzlich ſein Geſicht, und ſeine Züge nahmen einen heitern Ausdruck an.
Und wenn ich Ihnen ein Geheimniß mittheile, das ich geſchworen treu zu bewahren, weil es das Wohl unſeres Staats betrifft, wenn ich Ihnen einen Plan
mittheile, den mir der Statthalter vertraut, und der, wenn ich ihn Ihnen vertraue, gerade durch Sie ver⸗ eitelt werden könnte? Würden Sie einen ſolchen Vater⸗ landsverrath aus Liebe für einen Beweis meiner Liebe halten?
Sie wiegte ſinnend und lächelnd ihr ſchönes Haupt. Das wäre vielleicht ein überzeugender Beweis, und einem ſolchen Manne, der mir auf dieſe Weiſe ſeine Ehre und ſein Gewiſſen anvertraute, dem würde ich meine Hand reichen, denn dies wäre ein Beweis, daß er ſein Weib ſo hoch ſchätzet, daß er ſie Theil haben läßt an ſeinem höchſten Gut, an ſeiner Ehre, und daß er ihr ſo grenzenlos vertraut, um ſelbſt ein beſchwornes Geheimniß mit ihr theilen zu wollen. Sagen Sie mir dies Geheimniß, und ich ſchwöre es, an demſelben Tage noch werde ich die Ihrige!
Wohlan, ſagte Van der Albert entſchloſſen, wollen Sie mir ſchwören, morgen mein Weib zu werden, ſo ſage ich Ihnen morgen dieſes Geheimniß, welches meine Ehre in Ihre Hand legt.
Aphra lächelte und ſchwieg einen Augenblick. Dann legte ſie ihre Hand auf Alberts Schulter, und indem ſie ihm mit einem innigen Ausdruck in die Angen ſah, flüſterte ſie leiſe: So laſſen Sie denn morgen den Prieſter kommen, daß er mich zu Ihrer Gattin mache! In derſelben Stunde, in welcher Sie mir Ihr Ge⸗ heimniß ſagen, folge ich Ihnen zum Altar. Albert jauchzte laut auf vor Entzücken und wollte ſie in ſeine Arme ſchließen.


