Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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flehte er um Vergebung für ſeine Kühnheit, um Er⸗ barmen für ſeine Liebe.

Sie richtete ſich ſtolz empor und wollte ſich ſchwei⸗ gend entfernen.— Van der Albert hielt ſie auf, er bat, er beſchwor ſie ſo lange, ihn nicht zu verlaſſen, ihn endlich anzuhören, daß Aphra gerührt ſchien von ſeinem Flehen, und ſich entſchloß, ihn anzuhören.

Und Albert erzählte ihr die lange Geſchichte ſeiner Liebe, dieſer ſo glühenden und zugleich ſo tugendhaften Liebe, welche vor allen Dingen darnach ſtrebte, durch den Segen der Kirche geheiligt zu ſein und die Be⸗ rechtigung der Ehe zu empfangen.

Als er ihr ſeine Hand anbot, flog ein Ausdruck des Zorns über Aphra's Geſicht, und ihre Augen leuchteten höher auf. Sie bezwang ſich ſchnell und nahm wieder ihre ruhige, lächelnde Miene an.

Ich habe geſchworen, mich niemals wieder zu ver⸗ heirathen, ſagte ſie. Und wie, wäre es nicht thörigt, mit ſehenden Augen und wiſſenden Sinnen ſich in einen Abgrund zu ſtürzen? Wäre es nicht ſchmachvoll, freiwillig ſich Ketten anſchmieden zu laſſen, und ſeine Freiheit von ſich zu ſchleudern, um eine mißhandelte Selavin zu werden?

Nicht meine Sclavin, meine Herrin und Königin ſollen Sie ſein! ſagte Albert.

Sie lachte höhniſch. So reden die Männer alle, bevor ſie uns bethören, ſagte ſie; wehe den Armen, welche ihnen glauben! Ihr ſeid Alle Verräther, Alle, Sie ſowohl, als alle die übrigen! Oder wollen Sie mich glauben machen, daß Sie niemals ein Weib ver⸗ rathen, und niemals ein Frauenherz gebrochen haben?

Er ſchwur es mit heiligen Eiden, er ſchwur, daß ſie ſeine erſte Liebe ſei, und wieder blitzte ein finſterer

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