Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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der edle Lord muß ſtehen!

ſollen ſie mich wenigſtens als eine treue Feindin ken⸗ nen lernen!

Mit ſtolzen Schritten und einem übermüthigen Lächeln auf den Lippen ging Barbara in den Salon, Lord Williams zu empfangen.

Lehen oder Tod.

Lord Williams befand ſich ſchon in dem Salon. Er kam der Gräfin Barbara von Caſtlemaine mit dem Ausdrucke der tiefſten Hochachtung entgegen und drückte ihre dargereichte Hand an ſeine Lippen, indem er ſich mit theilnehmenden Worten nach dem Befinden der edlen Gräfin erkundigte.

Laſſen wir doch dieſe Thorheiten, ſagte Barbara übermüthig. Wozn dieſes Komödienſpiel. Das Befin⸗ den der edlen Gräfin von Caſtlemaine iſt Ihnen höchſt gleichgültig, aber deſto mehr intereſſirt Sie es, zu wiſſen, wie die Laune der Geliebten Kavl Stuarts ſich heute befindet. Ich will Ihnen darüber Auskunft ge⸗ ben! ſagte ſie, indem ſie ſich auf den großen, ſammt⸗ nen Lehnſtuhl ſetzte. Aber, unterbrach ſie ſich ſelber, indem ſie mit anſcheinendem Erſtaunen umher blickte, Das iſt in der That übel. Zum Unglück ſind in meinem Empfangszimmer gar keine Stühle vorhanden. Ich ſiebe es, zuweilen die Königin zu ſpielen, und die Herren und Dam chen ich hier Andienz ertheile, fügen ſich imm in dieſe meine kleine unſchuldige Laune. habe das Recht hier mich nieberzuſetzen, un