Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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und da iſt wohl das Haupt Henrh Vane's mit ein⸗ geſchloſſen!

Aber Du wirſt ihn erretten, nicht wahr? ſagte Aphra, indem ſie zärtlich ihren Arm um Barbara's Nacken legte. Du wirſt nicht dulden, daß ein Held, daß ein edler, erhabener Mann hingerichtet werde wie ein gemeiner Verbrecher?

Du kennſt ihn alſo, dieſen Henry Vane?

Nein; ich habe ihn niemals geſehen!

Und dennoch dieſes warme Intereſſe für ihn? fragte Barbara mit einem ungläubigen Lächeln.

Aphra ſah ihr ernſt und feſt in's Antlitz. Entſinne Dich unſeres Bundes, ſagte ſie. Wir haben feierlich geſchworen, einander beizuſtehen mit That und Wort, wo und wie wir immer können, und niemals einander zu verrathen und zu verlaſſen.

Aber wir haben auch geſchworen: Rache und Tod allen Männern! ſagte Barbara lächelnd. Doch forderſt Du von mir das Leben eines Mannes?

Doch nicht um ſeinetwillen, ſagte Aphra, ſondern um einer Fran willen, deren Glück von ſeinem Leben abhängt. Sie iſt ein armes, viel getänſchtes Weib, welches an nichts mehr glaubt, auf nichts mehr hofft, welches nichts mehr liebt, als dieſen einzigen Mann! Ihm hat ſie die letzten Blüthen ihrer Seele geweiht; inmitten eines zerbrochenen, verlornen und vergeudeten Daſeins iſt er der letzte reine Lichtſtrahl, welcher ſie durchleuchtet. Erhalten wir ihr dieſen, damit es nicht ewig Nacht und Dunkel in ihr werde!

Sie hatte mit zitternder Stimme, in ſeltſamer Er⸗ regung geſprochen, aus ihren Augen ſtrahlte ein ſanftes Feuer, ihr Antlitz war wie verklärt, ſo licht und 3 ſtrahlend.

Du biſt wunderſchön! ſagte Sarer und ich ſue