Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Es giebt keine Königsmörder in England. Denn Karl der Zweite hat ihnen, als er nach England kam, feierlichſt Vergebung angelobt, und er muß ſein Wort erfüllen. Man ſoll nicht ſagen, daß Barbara ihren Einfluß nur dazu angewendet, um für ſich Glanz und Macht, und Glück und Reichthum zu erlangen, und ſich den Fluch und die Verwünſchungen ganz Englands zuzuziehen. Nein, nein, Mylord, ich will auch einige Segnungen auf mein Haupt ſammeln, und einige Thränen zu trocknen verſuchen! Dies iſt Egoismus, weiter nichts, aber was wollen Sie, Niemand thut das Gute um des Guten willen! Jeder hat dabei ſeinen Nebenzweck, und wenn es auch nur wäre, um ſich mit einigen guten Thaten den Himmel zu erwer⸗ ben, und den großen Gott da droben zu beſtechen, damit er unſere Sünden vergeſſe! Uebrigens, Ge⸗ neral, werden Sie jetzt an meine Krankheit glauben, denn Sie ſehen, ich bin noch ganz ſentimental vor Nervenſchwäche! Aus reiner Sentimentalität will ich nicht, daß dieſe Männer hingerichtet werden, es iſt eine Laune von mir, weiter nichts! Aber ich liebe es, meine Launen erfüllt zu ſehen!

Doch der König wird darüber zu Grunde gehen, rief Monk. Ich ſage Ihnen, Gräfin, laſſen Sie dieſe Sorgloſigkeit fahren! Mit dem König werden auch Sie ſtürzen, und das Volk, welches ungeſtraft einen König hat hinrichten dürfen, wird ſich nicht ſcheuen, eines Königs—

Barbara unterbrach ihn mit einem lauten Ge⸗ lächter.

Sie ſind ſehr drollig, ſagte ſie. Jetzt wollen Sie mich in Schrecken ſetzen, und mir Geſpenſter am hellen Tage zeigen. Nein, nein, ich ſehe klar, meine liebe Generalin! Sie wollen nur deshalb den Tod dieſer

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