Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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anziehen. Er muß aufhören mit dem Volke zu lieb⸗ äugeln, er muß die Schuldigen ſtrafen, und die Ver⸗ dienſtvollen belohnen.

Hat die Generalin noch nicht genug Titel und Würden, noch nicht genug Geld dem Lande erpreßt? warf Barbara leicht hin.

Monk achtete nicht auf ſie. Er fuhr fort: So lange die Verbrechen einer frühern Zeit ungeahndet bleiben, ſo lange wird die Rebellion immer wieder ihr Haupt erheben, weil ſie glaubt, ungeſtraft ſündi⸗ gen zu können. Und die Rebellion iſt überall, in dem Volk, wie im Heer. Sie liegt gewiſſermaßen im Blute jedes Engländers, jeder meint in ſeinem thörigten Unverſtand, er ſei nicht dazu geboren, Unter⸗ than, ſondern ein freier Mann zu ſein! Dies iſt aber ein ſehr gefährlicher Gedanke, welcher uns noch von der unſeligen Republik als Erbſtück überkommen iſt, und den wir vor allen Dingen trachten müſſen, aus⸗ zurotten zum Heil und zur Sicherheit des Königthums!

Ah, jetzt verſtehe ich! ſagte Barbara. Es handelt ſich um die ſogenannten Königsmörder! Ihr habt gehört, daß ich den König um Gnade für die Einge⸗ kerkerten gebeten habe, und Ihr ſeid deshalb gekom⸗ men, um mich Staatspolitik zu lehren, und mir be⸗ greiflich zu machen, daß mein eigener Kopf zwiſchen meinen Schultern nicht ſicher iſt, wenn die Köpfe dieſer Republikaner nicht fallen! Mylord, Mylord, hüten Sie ſich! Die Weiber, ſagt man, ſind Tigerin⸗ nen, wenn ſie gereizt werden, und wer bürgt Ihnen, wie weit die Tigerin Barbara von Caſtlemaine geht, wenn ſie einmal Blut gekoſtet hat, und ob ſie nicht alsdann jeden Republikaner ſtrafen will! Sie waren auch ein Republikaner, Mylord. Aber kein Königsmörder, Gräfin!