Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ſchwöre ich beim allmächtigen Gott, und Sie wiſſen, daß ich gewohnt bin, meine Schwüre zu halten!

Sie hatte alsdann gehört, wie er ſich langſam und ſeufzend entfernte.

Ach, ſagte ſie leiſe, er wird es niemals wieder wagen, ſich mir zu widerſetzen. Ich muß dieſe Strafe bis an's Ende durchführen, und ſeinen Widerſtand und ſeinen Eigenſinn ein für allemal brechen. Er ſoll ſo weich wie Wachs in meinen Händen ſein, und in jede Form ſich fügen müſſen, in die es mir beliebt, ihn anzupaſſen! Ich will, daß er die portugieſiſche Prinzeſſin heirathe, denn ich weiß, daß dieſe mir nicht gefährlich werden kann. Ich will nicht, daß er dieſe armen, als Königsmörder angeklagten Republikaner hinrichten laſſe, denn ich haſſe die Grauſamkeit! Und was ich will, und was ich nicht will, das ſoll Karl Stuart erfüllen müſſen, und ſollte ich ihn zu Tode peinigen! Zuvörderſt will ich jetzt ſeine Strafe ein wenig empfindlicher machen! Ich werde ihm daher anzeigen, daß ich zwar wieder geſund, aber außer Stande bin, ihn zu ſehen, obwohl ich ſonſt Beſuche empfange. Das iſt eine unerhörte Grobheit, und es wird ihn mindeſtens ärgern.

Sie ſchrieb mit flüchtiger Hand einige Zeilen an den König und ſiegelte ſie mit dem Siegelring, welchen

ſie immer am Finger trug und in welchem ein in einen Onyx geſchnittener Amor ſich befand, der eine

Krone unter ſeine Füße trat.

Dann klingelte ſie und befahl dem eintretenden Kammerdiener, dies Billet ſogleich zu Sr. Majeſtät zu tragen, und alsdann ihr die Liſte derjenigen Perſonen welche heute perſönlich nach ihrem Befinden gefragt.

Dies war eine ſehr lange Liſte und die Namen der