Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Er verdiente dieſe Strafe, denn er war ein auf⸗ rühreriſcher Sclave; er hatte ſich geweigert, einen Wunſch der allgebietenden Herrin zu erfüllen.

Das war ein unverzeihliches Vergehen!

Er hatte mit Feſtigkeit und einem entſchiedenen Nein erklärt, er werde ſich nicht vermählen, denn er wolle ſich nicht in das Joch der Ehe ſchmieden laſſen, und da er Niemand weiter liebe, als ſeine ſchöne Barbara, ſo wolle er auch die portugieſiſche Infantin nicht zu ſeiner Gemahlin machen.

Das war das Verbrechen des Königs, er hatte die Ehe mit der portugieſiſchen Prinzeſſin ausgeſchlagen, obwohl ſeine Geliebte ſie gewünſcht hatte!

Karl Stuart empfand aber in der That einen faſt unüberwindlichen Widerwillen gegen die Ehe, und daher war es gekommen, daß er, welcher ſonſt mit einer Art zitternder Unterwürfigkeit jeden Befehl Barbara's erfüllte, dieſes Mal den Muth hatte, zu widerſtreben.

Sie ſtrafte ihn dafür, das war natürlich, und ſeit drei Tagen hatte der König ſie nicht geſehen, obwohl er mehr als einmal an jedem Tage gekommen war, um vor ihrer verſchloſſenen Thür zu ſtehen, und ſie mit leidenſchaftlichen Liebesvorwürfen anzuflehen, ihm endlich zu öffnen, und ihn wieder zu begnadigen.

Eben jetzt war der König wieder da geweſen; mit zitternder Hand hatte er an die verſchloſſene Thüre des Boudoirs geklopft, in welchem Barbara ruhte, und hatte ſie beſchworen, dieſe Qual enden zu laſſen, und ihm die Thüre wieder zu öffnen.

Niemals! Niemals! hatte ihm Barbara geant⸗ wortet. Sie ſollen mich niemals wieder ſehen! Gehen Sie! Und wenn Sie jetzt noch ein einziges Wort reden, nur noch eine Sylbe, dann tödte ich mich, das