Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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und unſchuldsvollen Ausdruck angenommen, den es damals gezeigt, und ihre Augen ſchwammen in einem füßen und ſchwärmeriſchen Feuer.

Sie war ſehr glücklich! Sie hatte die Gegenwart und ihre Erfahrungen vergeſſen, ſie träumte ſich zurück in die Vergangenheit!

Plötzlich flog eine Wolke über ihr roſiges Antlitz und der Sonnenblick erſtarb in ihren Mienen.

Wie ein dunkles Geſpenſt war das Bild des Lord Banniſters durch ihre Seele geflogen, und vor dieſem Bilde entſchwanden ihre leuchtenden Träume.

Jetzt war ſie nicht mehr das junge, unſchuldige Müädchen, welches liebt und träumt, ſondern das ſtolze, zürnende und ſiegreiche Weib, welches Rache geſchwo⸗ ren hat, und bereit iſt, ſie zu erfüllen um jeden Preis!

Ihre Stirne verfinſterte ſich wieder, ihre Augen ſprühten in einem düſtern Feuer.

Sie litt entſetzlich, denn in ſchauerlichen Bildern zog jetzt ihr ganzes Unglück an ihr vorüber mit allen ſeinen Qualen und ſeinen Freveln. Auf ihrer Stirn ſtanden große Schweißtropfen, und ihre Wangen waren blaß. Sie ſprang empor und eilte an's Fenſter, um es zu öffnen und in langen Zügen die Luft ein⸗ zuathmen! Still, ſtill, mein Herz, flüſterte ſie hoch⸗ aufathmend, ſchweigt Ihr Stimmen meiner traurigen Erinnerungen! Ich habe mein Gelübde ja erfüllt. Banniſter wird geſtraft werden! Sttill alſo mein Herz! Lebe Deinen Erinnerungen an Oronooko und ſei glücklich!

Sie lehnte ſich in's offene Fenſter und blickte lange hinab in den ſtillen kleinen Garten, und es ward wie der Frühling in ihr.

Mit heller Stimme ſie ein indiſches Lied,

das Imoinda ſie einſt gelehrk, und das Rauſchen der