dem Juden. Es iſt ein gutes und vortheilhaftes Ge⸗
ſchäft, mein Bruder, und wenn dieſe Ehe zu Stande
kommt, ſo iſt es ohne Zweifel Gottes Wille, denn die Ehen werden im Himmel geſchloſſen, wie Du weißt! Ja, ja, auch dieſe Ehe König Karl's mit der portu⸗ gieſiſchen Prinzeſſin wird im Himmel geſchloſſen wer⸗ den, und wenn der Jude Joſs Dir das bedungene Geld gezahlt hat, und wenn Barbara ihren Freund Karl Stuart bewogen hat, die Infantin zu heirathen, und wenn der Prieſter dann, Dank dem Juden Joſé und unſerer Macht über den König, dieſes erhabene Paar einſegnet, dann wird er die Hände fromm in einander falten, die Augen gen Himmel drehen, und ſagen:„was Gott zuſammenfügt, das ſoll der Menſch nicht ſcheiden!“ Iſt's nicht zum Lachen, George? Oder
iſt's nicht zum Weinen?
IIM.
ddrr Jlüchtling. 8.
₰
Mit haſtigen Schritten und mit füßer Beklemmung, als ob ſie einem Glücke entgegeneile, hatte Aphra den Weg nach ihrer ſtillen Dachkammer zurückgelegt. Leicht,
wie eine Gazelle, hüpfte ſie die Stiegen hinauf und
ſummte ſich leiſe ein kleines, luſtiges Liedchen, das ſie ſo eben auf der Straße gehört.
Mit lächelndem Kopfnicken begrüßte ſie ihre Kam⸗ mer, als ſie jetzt durch die kleine, niedrige Thür in dieſelbe eintrat.
Ach, welch' ein himmliſcher Frice hier! ſagte
ſie leiſe, und ihre Augen wandten ſich mit leuchtenden Blicken zu jedem einzelnen Gegenſtand, der dieſen en⸗


