Und iſt nicht dies ein unerträglicher Hohn, beneidet zu werden, um ein Glück, welches man nicht genießt, geprieſen zu werden um einen Sieg, den man nicht errungen. Ach Aphra, Du wirſt machen, daß Dein armer George ſeinen ganzen Ruhm verliert, der erſte Spötter dieſes Hofes zu ſein! Du wirſt die Schuld tragen, wenn ich ein ganz ernſthafter, tugendhafter Menſch werde, der auf ſeinen Knieen herumrutſcht, und zu Gott empor heult um Troſt und Erbarmen. Ihr tödtet nicht allein mein Herz, ſondern auch mei⸗ nen Witz!
Geng jetzt, ſagte Aphra, indem ſie aufſtand. Ich habe es Euch zuvor geſagt, ich werde nur dem Manne gehören, welchen ich liebe, aber dieſem mit aller Kraft meines Daſeins.
Ihr liebt mich alſo nicht?.
Nein, ich liebe Euch nicht, ich habe Euch lieb, wie einen Bruder. 5
Aber es iſt unmöglich, daß dies glühende Herz empfindungslos ſei! rief der Herzog, es iſt unmöglich, daß Du zwiſchen dieſen Gewittergluthen der Iugend einhergehſt, ohne ein einziges Mal Dein Herz von dem Blitz der Liebe entzündet zu fühlen! Wen liebſt Du denn, Aphra?
Niemand! ſagte ſie ſeufzend. Und glaube mir, George, das iſt ein großes Unglück. Man iſt ſo ent⸗ ſetzlich einſam auf der Welt, wenn man ſich nur für ſich ſelber martert mit dem Leben. Es iſt ſüßer für Andere Qual zu empfinden, als einſam zu ſein und keine Schmerzen zu fühlen. Aber dies ſind Thorhei⸗ ten, Freund, nichts als Weiberlaunen und Grillen! Vergeſſen wir das! Es iſt ein unendlich ſpaßhaftes Ding um das Leben und man könnte Thränen dar⸗ über weinen vor Lachen! Schließe den Handel ab mit


