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Das iſt ein unverzeihlicher diplomatiſcher Fehler. Man muß Alles nehmen, aber durch kein Geſchenk ſeine Meinung gefangen nehmen laſſen!
So nehmt doch das Geld, welches Euch der portugieſiſche Jude Joſe bietet, wenn Ihr die Parthie mit Portugal zu Stande bringt, ſagte Aphra nach⸗ läſſig.
Ber Herzog ſah ſie erſtaunt an. Ach, Du biſt alſo allwiſſend, ſagte er, Du weißt Alles, ſchon bevor ich es Dir ſage, Du blickſt in die geheimſten Tiefen meiner Seele, und lieſt darin, was noch nicht einmal geſchrieben iſt!
Aber auf Deinem Geſichte, George, ſtand es ge⸗ ſchrieben, daß Du das Geld nehmen willſt, welches Dir der Jude geboten hat!
Nun ja, es iſt ſo! ſagte Buckingham. Er hat mir zehntauſend Pfund geboten!²) Soll ich ſie annehmen, Aphra?
Nehmt ſie! ſagte ſie ernſt. Eure Kaſſe iſt leer, der König muß daher die Prinzeſſin von Portugal heira⸗ then. Aber ſagt mir, George, iſt dies nicht eine er⸗ bärmliche und verächtliche Welt! Eine Welt der Lüge, des Schachers und der Bosheit? Weiber werden verhandelt wie eine Waare, und aus dem heiligſten Bündniß der Menſchen macht man einen Kaufkon⸗ trakt. Ein Jude iſt der Prieſter, welcher die Ehe zwiſchen einem König und einer Prinzeſſin ſchließt, und der Herzog Buckingham, dem auf der Welt nichts heilig iſt, miſcht ſeine unreinen Hände in die heiligen Dinge, um Vortheil davon zu haben! Geht, geht,
*) Burnet ebendaſ. Seecret history of the reign of Char- les IH. By a member of his Private Council. Vol. I. pag. 190. „


