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ſind Sie mir ein lieber und willkommener Freund, aber in meiner ärmlichen, kleinen Dachkammer würde ich Sie haſſen und verachten.
Bah, das iſt Unſinn! ſagte der Herzog. Aber Dein Wille ſoll geſchehen, heute, wie immer, meine ſchöne Schweſter! Ich werde Dein Dachkammer⸗ Paradies nicht durch meine anlockenden Apfelverkündi⸗ gungen vernichten, und niemals den Baum der Erkenntniß zwiſchen den Gänſeblümchen Deiner Phan⸗ taſieen aufpflanzen! Aber ehe Du heute gehſt, müſſen wir noch eine Staatsrathsſitzung halten, und das Wohl und Wehe dieſer glücklichen drei Königreiche mit einander berathen und überlegen!
Gut, ſagte Aphra, indem ſie ſich nachläſſig in einen Divan lehnte, gut, ich bin bereit! Was giebt es heute?
Zuerſt, und das iſt das Allerwichtigſte, wir haben kein Geldi Die Kaſſe des mächtigen und höchſt er⸗ habenen Königs von England iſt ſo leer, wie das Herz einer abgeblühten Frau. Wir müſſen vor allen Dingen trachten, den Staatsſchatz zu füllen, denn unter uns geſagt, ein König ohne Geld iſt nur ein ganz bedauernswerthes, kleines Menſchenkind, den Jeder, ſelbſt der Bettler, verlacht und verhöhnt Und was ſoll aus unſern Feſten werden und aus unſern griechi⸗ ſchen Nächten, wenn der König kein Geld hat ſie zu bezahlen!
Aphra lachte. Wollen Sie mich zum Finanz⸗ miniſter machen? ſagte ſie. Soll ich als eine Art Jobber ein Mittel erſinnen, wie der Schwindſucht der königlichen Kaſſe abzuhelfen ſei? Und doch— da fällt mir etwas ein! Laßt doch den König eine reiche Parthie machen, gebt ihm eine ſteinreiche Königin,
die ihn zu ihrem Erben einſetzt, und für ihren früh⸗


