Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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aber die ſeines Vaters. Ja, dieſe ſogenannte Aphra Behn iſt ohne Zweifel die Schweſter von George Villiers, und daher kommt auch ihre nahe Verwandt⸗ ſchaft mit der Gräfin Caſtlemaine, und daher dieſes zutrauliche und innige Verhältniß des Herzogs und der ſchönen Dichterin.

Aphra kannte all' dies Gerede und die Verleum⸗ dungen, welche man über ſie verbreitete. Aber mitten durch den Sturm der Verleumdung und durch das Hohngelächter ihrer Neider ſchritt ſie einher mit ruhigem Blick und mit einem kalten, ſtolzen Lächeln. Sie hatte ſich gepanzert mit ihrer Weltverachtung gegen die Verachtung der Welt, ſie hatte ſich geſtählt mit ihrem Menſchenhaſſe gegen den ſie verfolgenden Haß der Menſchen, ſie wollte nichts mehr, als Rache nehmen an den Menſchen und das Leben genießen wie ein glänzendes, berauſchendes Feſt, bei dem man ſeiner innern Qualen zu vergeſſen ſucht, und die Pein ſeines Herzens unter jubelndem Lachen verbirgt, ſie wollte duftende Blumen in ihr Haar flechten, um darunter die Dornenkrone zu verhüllen, welche ſich tief in ihre Stirn gedrückt, ſie wollte ſich mit Diamanten ſchmücken, um mit ihrem funkelnden Glanz die ſchimmernden Tropfen zu verdüſtern, welche zuweilen in ihren Augen glänzten, ſie wollte ihre junge Geſtalt mit den glän⸗ zenden und roſigen Gewändern der Freude umhüllen, um Niemand wiſſen zu laſſen, daß ſie ſich grenzenlos elend fühle.

Zuweilen auch verſuchte ſie es, ſich ſelber zu über⸗ reden, daß ſie glücklich und zufrieden ſei, und daß die Schmerzen, welche ſich in ihr regten, nicht ihre eigenen, individuellen Schmerzen ſeien, ſondern nur diejenigen einer Dichterin, welche ſich ihren Phantaſieen ergiebt, und die Qualen mitempfindet, welche ſie die Geſchöpfe