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giebt glückliche, bevorzugte Naturen, welche von dem ünglück ſanft gemacht werden, und milde Naturen, welche wie weiches Wachs ſich biegen unter dem Feuer ihrer Schmerzen, und ſtatt in dieſem Feuer ſich zu verhärten, ganz weich werden, und verzeihen und Er⸗ barmen üben! Das ſind die Naturen der Gnade,— ich gehöre nicht zu ihnen! Mein Herz iſt wie Stahl, und in den Gluthen meiner Schmerzen verhärtet es ſich immer mehr, und wird ſtarr und glänzend und unerweichbar. Eine tiefe, entſetzliche Verzweiflung iſt in mir. Sie wird niemals aufhören, niemals enden! Ich werde ſie zu übertänben ſuchen mit rauſchender Luſt und lauter Freude, ich werde zu der Liebe und zu dem Glücke meine Zuflucht nehmen, um ſie zu er⸗ ſticken, ich werde lachen, um dieſes Schreien meines Herzens nicht zu hören, ich werde überall dem Glück nachjagen, aber ich werde es doch niemals finden, und zuletzt werden alle dieſe Stimmen ſchweigen, und nur die Verzweiflung allein werde ich noch hören, und die wird mich tödten! Und dieſes Alles, Herr Graf Ban⸗ niſter, ſagte ſie düſter, dieſes Alles wird Ihr Werk ſein! Sie haben mein ganzes Daſein vergiftet, denn Sie haben mir den Glanben genommen, den Glauben an die Welt, an die Menſchen, den Glauben an Gott ſogar!
Graf Banniſter antwortete nichts, er hatte ſein Haupt verhüllt und weinte.
Aphra lachte, und während ihre Züge eine ſchmerz⸗ liche, verzweiflungsvolle Trauer ausdrückten, ſagte ſie mit erzwungener Fröhlichkeit:
Ich werde fortan das Leben immer nur leicht nehmen und darüber lachen! Wehe Denen, welche verſuchen, es ernſt zu nehmen! Sie müſſen wahn⸗ ſinnig werden, oder ſterben, oder ſich in eine unzu⸗


