Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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ſie gen Himmel gewandt hatte, ſtrahlten in überirdi⸗ ſchem Glanze.

So hätte mich mein Herz dennoch nicht betrogen, ſagte ſie andächtig, als der Gouverneur ſchwieg. Es giebt da droben einen Gott, welcher das Böſe rächt und den Verbrecher ſtraft! Ach, an dieſen Gott will ich glauben, an dieſen Gott allein. Es giebt keinen Gott der Güte, aber es giebt einen Gott der Rache!

Aphra, flehte der Gouverneur, ſein Sie barmher⸗ zig, haben Sie Mitleid mit mir! Entſchließen Sie ſich, meine Hand anzunehmen und meine Gemahlin zu werden.

Niemals!

Oh ſagen Sie das nicht! Werden Sie mein Weib, und wenn Sie es nicht aus Mitleid thun wollen, nun wohl, ſo thun Sie es aus Rache; werden Sie meine Gemahlin, um mich als Selaven unter Ihre Füße zu treten, um mich zu martern und zu quälen und Rache zu üben! Ja, martern Sie mich, nur verlaſſen Sie mich nicht! Nur werden Sie meine Gemahlin!

Niemals! rief ſie ſtolz. Niemals kann Aphra Johnſon den Namen des Mannes tragen, welcher

DOronvoko mordete.

Ueberlegen Sie, Aphra, es gilt das Heil meiner Seele!

Und vielleicht auch das meiner Seele, ſagte ſie faſt wehmüthig. Denn indem ich in dieſer Stunde dem Mitleid und Erbarmen meine Seele verſchließe, werde ich auf ewig die ſanften und ſonnigen Pfade des Glückes verlaſſen, und mein Leben wird voll entſetz⸗ licher Schmerzen ſein. Ich werde ein Herz von Stein in meinem Buſen tragen, und mit meinem letzten Athem⸗ zuge noch werde ich Ihnen fluchen, denn Sie ſind es, der mein Herz erſtarren machte. Oh, ich weiß, es