Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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163 würdig, ſo demüthig bin ich geworden, daß ſelbſt dieſe

Worte mich nicht mehr erzürnen und ermannen können, daß ſie mich nur noch ſchmerzen, ſtatt mich zu empö⸗ ren! Ich liebe Alles an Ihnen, Aphra. Ich liebe dieſe Grauſamkeit, dieſe Verachtung. Ja, mit Ihrer Kälte, mit Ihrem Hohn haben Sie mein Herz gewon⸗ nen. Ich ſchwur mich zu rächen für Ihre grenzen⸗ loſe Verachtung.

Und Sie haben es mit der Blutgier eines Tigers gethan!

Aber als ich das that, war es doch nur, weil ich meinem Haſſe folgte, der nur aus grenzenloſer Liebe entſprang, indem ich zu triumphiren ſchien, war ich doch nichts als der Sclave, der ſich durch ſein eigenes Verbrechen immer feſter an Sie kettete Meine Liebe hat mich zu einem Mörder und Verbrecher gemacht, das bannt mich unauflöslich an Sie.

Und das wird der Dämon ſein, welcher Ihr Leben zermartern ſoll! Denn ich, ich werde Sie niemals lieben, ich werde Ihnen niemals verzeihen! ſagte Aphra.

Nun wohlan, ſo verzeihen Sie mir nicht! So über⸗ häufen Sie mich mit Ihren Vorwürfen, ſo erdrücken Sie mich mit Ihrer Verachtung, ich will es ſchwei⸗ gend aufnehmen, und mich unterwerfen. Nur bleiben Sie! Nur laſſen Sie mich Ihr Antlitz ſehen und Ihre Stimme hören. Nur verlaſſen Sie mich nicht! Selbſt die Verwünſchungen von Ihren Lippen werden, indem ſie mein Herz zerreißen, mir dennoch ſüß ſein, denn ich werde mindeſtens Ihre Stimme hören, welche die Verwünſchungen ausſpricht!

Aphra hatte ihm ſchweigend zugehört. Ein wun⸗ derbarer Ausdruck war in ihren Zügen, eine ſanfte Röthe übergoß ihre Wangen, und ihre Augen, welche

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