Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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nern Bewegung, bedeckte laut ſchluchzend das Geſicht mit ſeinen Händen.

Eine Pauſe trat ein, eine lange, athemloſe Pauſe.

Ah, ſagte Aphra endlich, und ihre Stimme war ruhig und kalt, ah, Herr Graf, ich bin gerächt, denn jetzt lieben Sie mich!

Ja, ich liebe Sie! rief er glühend, indem er zu ihren Füßen niederſtürzte. Haben Sie Erbarmen mit mir! Dieſe Gefühle erſticken mich! Dieſes Alles iſt mir ſo neu, es iſt eine neue Welt, die ſich in mir aufthut, und wie ein Trunkener taumele ich umher, ohne Rath, ohne Halt. Mein Gott, ich habe niemals geliebt, Aphra, Sie ſind meine erſte Liebe!

Ein ſchneidendes, höhniſches Lachen drang von Aphra's Lippen, aber ſie erwiderte nichts.

Ja, Sie ſind meine erſte Liebe, fuhr der Graf immer leidenſchaftlicher fort. Ich habe nichts gewußt von dieſer Sehnſucht und dieſer ſüßen, athemloſen Beklemmung, nichts von dieſen unwillkührlichen Thrä⸗ nen und dieſer angſtvollen Spannung, nichts von der Reue und von Gewiſſensbiſſen! Ich habe mich ſelber verloren! Retten Sie mich, Aphra, denn Sie allein, Sie können es!

Er blickte flehend zu ihr empor, ſie begegnete ſeinen Augen mit einem Blicke unverſöhnlichen Hafſes.

Ich will Ihnen etwas ſagen, Herr Graf Banniſter, ſagte ſie. Wenn Sie jetzt am Rande eines Abgrun⸗ des ſtänden, und es bliebe mir nur die Wahl, entwe⸗ der zu retten oder mit Ihnen in den Abgrund hinuüterzuſtürzen, ſo würde ich lieber in der Tiefe zerſchellen, als Sie retten, ſo würde ich lieber zer⸗ ſchmettert werden, als Ihnen meine Hand, oh nur die Spitze eines Fingers hinzureichen!

Oh ſehen Sie, ſagte er zitternd, ſo erbarmungs⸗