Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Bis dahin hatte ſie ihn niemals ſehen wollen; ſelbſt wenn ſie in ihren beglückenden Fieberphantaſieen lag, hatte ſein Name genügt, ſie plötzlich zur Raſerei, zu wilder Verzweiflung aufzuſtacheln.

Und jetzt wollte ſie ihn ſehen!.

Die Krankenwärterin war gegangen, den Grafen zu rufen.

Aphra ſtand noch immer und betrachtete im Spie⸗ gel ihr eigenes Bild, und eine Art frendiger Genug⸗ thuung ſprach aus ihren Zügen beim Anblick dieſer bleichen, abgezehrten Züge, welche die ihren waren.

Die Thür ward leiſe und vorſichtig geöffnet, und der Gouverneur erſchien auf der Schwelle.

Sie ſah ihn im Spiegel, und während ſie ihn betrachtete, nahmen ihre Züge den Ausdruck eines tödtlichen, tiefernſten Haſſes an. Dann wandte ſie ſich langſam nach ihm um.

Er erſchrak, als er die Veränderung gewahrte, welche wenige Wochen der Krankheit an ihr hervor⸗ gebracht.

Sie lächelte bitter.

Ach, ſagte ſie ruhig, Sie erſchrecken, Herr Graf! Sie glauben zu der jungen, blühenden Miß Aphra Johnſon gerufen zu werden, zu ihr, welche Ihnen einſt ſchön und liebenswerth erſchien, ſo liebenswerth, daß Sie ſelbſt Verrrath und Mord nicht ſcheuten, um zu ihrem Beſitz zu gelangen! Das iſt vorüber! Sehen Sie mich an! Dieſe Aphra, welche Sie liebten, die Sie zu Ihrer Gemahlin machen wollten, dieſe Aphra lebt nicht mehr! Sie haben ſie getödtet, und ſie ruht jetzt neben einem edlen Märtyrer, den Sie gemordet haben! Was übrig geblieben, iſt ein Geſpenſt der Vergangenheit, weiter nichts! Aber ich ſage Ihnen, dieſes Geſpenſt wird Ihnen zuweilen in Ihren Träu⸗