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ändern, die armen, ſchwachen Menſchen! Sie dienen ihrem Gotte, und ihr Gott iſt der Eigennutz!
Der Adler wendet ſein Haupt weg von dieſer Welt voller Greuel. Er ſchwingt zu dem Himmel ſich auf, er ſteigt empor zur Sonne. Da droben wohnt der große Geiſt, der öffnet dem Adler die Arme, der drückt ihn an ſein Herz, in den Sonnen ſeiner Augen hängen Thränen, die fallen als funkelndes Geſchmeide auf die Stirne des Adlers, und indem der große S ihn an ſein Herz drückt, ſagt er mit zärtlichem
on:
Komm her an meine Bruſt, komm, um zu ruhen und zu vergeſſen! Du haſt genug gelitten und genng geduldet. Da drunten auf der Erde wohnt der Schmerz, hier oben weilt ewige Freude. Da drunten wohnt die ewige Lüge, hier oben iſt die ewige Wahrheit! Voll Glanz iſt ſie, und voll ſtrahlender Ruhe; komm, ihr in's Antlitz zu ſchauen, und aus ihren Brüſten zu trinken, und im Genuſſe zu vergeſſen, was Du ge⸗ litten auf Erden!—
Plötzlich verſtummte Oronvoko's Geſang, ſeine gen Himmel gerichteten Blicke wurden ſtarr, auf ſei⸗ nen halb geöffneten Lippen ſtand ein Lächeln,— es war das Lächeln des Siegers, welcher den Tod über⸗ wunden hat.—
Er ſingt nicht mehr! ſagte einer der Henker.
Er iſt kalt und ſteif! rief der Andere.
Die vier Knechte trugen die zerbrochene Geſtalt Oronooko's auf den Scheiterhaufen. In ſitzender Stellung befeſtigten ſie ihn auf demſelben, und gleich⸗ ſam beſchämt über ihre eigene Grauſamkeit warfen ſie ein ſchwarzes Tuch über die entſtellte Leiche. Nur ſein Haupt ragte aus dem Tuche hervor—
ruhig und ſtill war ſein Angeſicht— das Lächeln


