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Jetzt wollen wir ihm ſpaniſche Stiefel anziehen!
Und ſie ſchoben ſeine Füße in die eiſernen Stiefel, und zwängten oben hinein den hölzernen Keil.
Oronooko lächelte noch. Er machte eine Bewegung, als wollte er den Arm heben, aber dieſer gab ſeinem Willen nicht mehr nach. Er war zerſchmettert. Oro⸗ nooko vermochte nicht mehr die Hand empor zu he⸗ ben, um die Pfeife aus ſeinem Munde zu nehmen. Er öffnete die Lippen und ließ die Pfeife fallen. Dann begann er zu ſingen.
Mit voller kräftiger Stimme ſang er die Todten⸗ klage ſeiner Heimath; die Neger hoben die Häupter empor und lauſchten mit angehaltenem Athem und mit überſtrömenden Augen. Immer gewaltiger, im⸗ mer machtvoller erſchallte die Stimme Oronooko's; weithin tönte ſie über den Platz, und erfüllte das Herz der armen Selaven mit Entzücken und Ver⸗ zweiflung.
Hronooko's Antlitz ſtrahlte in überirdiſcher Schön⸗ heit, plötzlich ging er in eine heitere jauchzende Me⸗
kodie über, und mit vor Begeiſterung ſtrahlenden Blicken
ſang er:
Ueber das Thal der Leiden ſchwingt ſich der Adler empor! Tief unten liegt es da zu ſeinen Füßen, das Thal voller Jammer und Qualen. Das Auge des Adlers ſieht es nicht mehr. Ueber die Noth ſchwingt er ſich empor, und über den Schmerz iſt er erhaben. Aufwärts blicket ſein Auge, das unermeßliche Blau durchdringet ſein ſtrahlender Blick, und er entfaltet ſeine Schwingen und hebt ſich empor zu dem Himmel.
Tief unten zu ſeinen Füßen läßt er die Welt! Er blickt zu ihr nieder und lächelt, und mit ſeinem Lächeln ſagt er zu ihr: Lebewohl!— Er klagt nicht um ſie, und wie ſollt' er auch klagen! Für wen iſt
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