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drohendem Ton: Macht Eure Mäuler auf, und brüllt ein Vivat! Der Herr Gouverneur giebt Oronooko frei. Brüllt alſo Vivat, Ihr Hunde!
Niemals wurde einem Befehle willfähriger ge⸗ horcht. Sie hatten Alle dieſe Worte des Gouverneurs gehört:„Ich begnadige Oronvoko.“ Ihr Herz war voll Jubel und Frende, und aus der Fülle ihres Her⸗ zens brachten ſie ihrem gütigen Herrn ein Lebehoch.
Verwundert hielten die Henkersknechte inne in ihrer ſchandervollen Blutarbeit.
Er iſt begnadigt? fragten ſie John.
Da ſagte dieſer lachend: Begnadigt zu neuen Martern. Nehmt neue Zangen und neue Schrauben, und fahrt fort in Eurer allerliebſten Beſchäftigung!
Ein unzufriedenes Murren machte ſich in den Reihen der Selaven hörbar.
Aufſeher, gebraucht Eure Peitſchen! Dieſe Thiere knurren! ſchrie John.
Und während die Aufſeher mit unbarmherziger Wuth auf die armen Neger einhieben, fuhren die Henker fort in ihrer entſetzlichen Arbeit.
Oronooko rauchte ruhig weiter. Nicht Einmal hatte er gezuckt, kein Seufzer, kein Schrei war über ſeine Lippen gegangen. Mit ſtrahlendem Angeſicht,
die Blicke gen Himmel gewandt, ſtand er da, und zu den Bemühungen der ſchweißtriefenden Henker lã⸗ chelte er.
Zetzt, Herr Prinz ohne Gefühl, ſchrieen ſie, jetzt wollen wir neue Mittel verſuchen, Eure Pfeife aus⸗ gehen zu machen. Ihr habt lange genug geſtanden. Setzt Euch doch; Eure Füße ſind nackt, wir wollen Euch Stiefel anziehen!
Oronvoko ließ ſich ruhig auf den hölzernen Sche⸗ mel nieder, den ſie herbeigetragen.


