Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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nute vergrößert ſeine Qual. Ach, wie viel Blut mag iin unſer unnöthiges Schwatzen hier ſchon gekoſtet haben.

Sie ſprang empor, zitternd, todesbleich.

Oronvoko ſoll nicht mehr leiden, nein, nein, ich will es nicht! rief ſie wild. Gehen Sie, verbieten Sie dieſen Henkern, ihn zu martern!

Sie wollen mich alſo nicht mehr von ſich ſtoßen?

Mein Gott, eilen Sie doch, Oronooko zu retten! Jede Minute bringt ihm neue Schmerzen! Eilen Sie!

Der Gouverneur trat hinaus auf den Balcon und erhob winkend die Hand.

John, rief er hinunter, erinnere Dich meiner Be⸗ fehle! Ich begnadige Oronvoko!

Ein weithinſchallendes, jubelndes Vivatrufen der Selaven ertönte.

Der Gouverneur trat vom Balcon zurück und ſchloß die Thüren.

Hören Sie dieſes Jubelgeſchrei? fragte er. Es ſind die Sclaven, welche über die Begnadigung Oro⸗ nooko's jauchzen. Sie ſehen, Madonna, ich habe Ihren Befehl erfüllt. Oronooko leidet nicht mehr!—

Oronvoko leidet nicht mehr! rief Aphra, und mit einem Ausdruck des Entzückens ſank ſie nieder auf ihre Kniee.

Mein Gott, mein Gott, ich danke Dir, rief ſie, ihre Arme gen Himmel erhebend. Du haſt mich be⸗ gnadigt und geſegnet! Denn ich habe Oronvoko retten können!—

John war der Befehle ſeines Herrn eingedenk ge⸗ weſen.— Als der Gouverneur auf dem Balkon er⸗ ſchien, erinnerte er ſich, daß dies das Zeichen ſei, wenn die Sclaven Vivat rufen ſollten.* Er wandte ſich daher zu ihnen hin, und rief mit Karl II. 1. 10