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der Mann, welcher da eben vorüberſchritt, der iſt es, den ich liebe, für den ich Alles wagen und Alles hingeben, Alles opfern und Alles dulden möchte, es iſt Oronvoko, der Negerfürſt Oronvoko, welchen ihr den Selaven Cäſar nennt!
Das junge Mädchen warf ſich mit ſtürmiſcher Gluth in die Arme Imoinda's, welche ſchweigend ſie umfaßte und an ihr Herz drückte. Dann erzählte ihr Aphra mit begeiſterten Worten die Geſchichte ihrer Liebe. Es war eine Geſchichte, wie jedes junge Mädchen ſie erlebt, und von der Jede glaubt, daß ſie nur ihr geſchehen. Sie hatte ſich für den Selaven Cäſar intereſſirt, ſchon ehe ſie ihn kannte, denn man hatte ihr erzählt von dieſem traurigen Schickſal, welches den mächtigen Negerfürſten Oronooko plötzlich zu einem Sclaven gemacht, man hatte zu ihr geſprochen von der Kraſt und Energie, mit welcher er ſein Unglück ertrüge, von der vergötternden Ehrfurcht, mit welcher alle Negerſclaven an ihm hingen, ſie hatte um ihn geweint, noch ehe ſie ihn kannte. Sie hatte ihn ſo tief bemitleidet, daß aus dieſem Mitleid, noch ehe ſie es wußte, die Liebe erblüht war. Denn das Mitleid iſt die beſte Fürſprecherin der Liebe im Herzen der Frauen, und als Aphra ihn endlich geſehen, als ſie in dieſes edle ſchöne Antlitz geſchaut, da war es wie ein Blitz durch ihre Seele gefahren, und ſeine glühenden Blicke hatten in ihrem Herzen eine Flamme entzündet, von welcher Aphra mit der Schwärmerei eines jungen Mäbchens meinte, daß ſie ewig dauern würde.
Mit fliegendem Athem und hochgerötheten Wangen erzählte Aphra dies Alles. Mit niedergeſchlagenen Augen, in ſchmerzliches Schweigen verſunken, hörte
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