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halb verächtliche, halb mitleidige Lächeln, mit welchem er die Welt zu betrachten pflegt, die Welt, welche ſeine Größe in den Staub getreten hat, und ſeiner Erhabenheit ſpottet, indem ſie den König zu einem Selaven machte!
Die Geſtalt war immer näher gekommen, und während ſie jetzt unweit des Balkons vorüberſchritt, ſtreiſte der lange vom Monde geworfene Schatten derſelben einer Wolke gleich an den beiden jungen Mädchen vorüber. Aphra küßte dieſen luftigen Schat⸗ ten, wie er an ihr vorbei glitt, und vann ſich weit über den Balkon hinaus lehnend, ſchante ſie der ent⸗ eilenden Geſtalt mit ſehnſuchtsvollen Seußzern nach.
Inmitten der Nacht, durch alle Dunkelheit hin⸗ durch würde ich ihn erkennen, flüſterte ſie, Niemand gleicht ihm, Niemand iſt ſo ſtolz und edel, ſo groß und ſo majeſtätiſch, als er! Aber Du, Imoinda, weißt Du denn, von wem ich rede? Haſt auch Du ihn erkannt?
Die junge Negerin öffnete ſchon die Lippen zu einer Antwort, dann ſchien ſie ſich zu beſinnen, und ſenkte ſchweigend das Haupt auf ihre Bruſt.
Aphra hatte, ohne auf ſie zu achten, den Blick wieder hinausgewandt und ſtarrte der in der Ferne ſich verlierenden Geſtalt nach.
Nun, Du antworteſt mir nicht? fragte ſie dann Haſt Du ihn erkannt?
Nein, flüſterte Imoinda kaum hörbar, nein, ich konnte ſein Antlitz nicht ſehen, und alſo weiß ich nicht zu ſagen, wer es war, und von wem Du ſprichſt!
Oh ich wußte es wohl, rief Aphra triumphirend, nur die Liebe iſt ſo ſcharfſichtig, denn mit dem Herzen ſieht und weiß ſie die Nähe des Geliebten. Imoinda,


