Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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er außer ſich. Ich werde Sie nicht mehr beläſtigen mit meiner Liebe, ich werde Sie nicht mehr bitten, meine Gemahlin zu werden. Aber Sie ſelber ſollen kommen, ſich in meine Arme zu werfen, Sie jſelber ſollen zitternd und mit Thränen mich auf Ihren Knieen anflehen, daß ich Sie zu meinem Weibe erhebe.

Sie ſind wahnſinnig, Herr Graf, ſagte Aphra ruhig und ſtolz, und was Sie da hindonnern, ſind prunkende Worte, von denen Sie wohl wiſſen, daß ſie ſich niemals erfüllen werden! Ich bin ein armes, ſchutzloſes Weib, aber ſo lange ich lebe, wird auch meine Ehre mit mir leben, und dieſe wird es niemals leiden, daß Aphra, und könnte ſie ſelbſt ihr Leben da⸗ durch retten, Ihre Kniee umklammert und um Ihre Liebe fleht.

Wer aber wird Ihre Ehre ſchützen? fragte der Gouverneur höhniſch.

Dieſer Dolch! ſagte ſie ruhig, indem ſie ein Stilet zwiſchen den Falten ihres Gewandes hervorzog.

Und ich ſchwöre Ihnen, Sie ſollen dennoch zu meinen Füßen liegen, und um meine Libe flehen!

Es giebt kein Mittel, mich zu ſolcher Unwürdig⸗ keit zu erniedrigen! ſagte ſie mit einem ſtolzen, kalten Lächeln.

Ein wilder, entſetzlicher Ausdruck durchflog das

Antlitz des Gonverneurs. Drohend erhob er den Arm,

und zeigte hinunter auf den Platz, wo Oronooko in der Mitte der Sclaven ſtand.

Es giebt ein Mittel! ſagte er mit einem wilden Lachen; dann wandte er ſich ab, und verließ den Balkon.

Aphra ſchaute ihm unwillkührlich erbebend nach,

und ihr Herz erzitterte in ahnungsvollem Grauen.

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