Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Er ermahnt ſie zur Geduld und Ergebung, ſagte Graf Banniſter, er ſagt ihnen, daß der große Geiſt die beiden Sclaven, welche heute unter der Peitſche geſtorben, lieb gehabt, deshalb habe er ſie zu ſich gerufen. Aber nur die Guten und Fleißigen rufe er, der große Geiſt, deshalb ſollten ſie fleißig ſein und ergeben. 3

Aphra verſtand kein Wort von dem, was der Neger ſprach, aber ihren Ohren erklang es wie Muſik, wie himmliſcher Geſang, und mit angehaltenem Athem lauſchte ſie.

2 Graf Banniſter legte leiſe ſeine Hand auf ihren rm.

Aphra, ſagte er mit faſt zitternder Stimme, Aphra, die Sonne ſinkt, und ich habe mir heute ge⸗ ſchworen, daß dieſer Tag nicht zu Ende gehen ſollte, ohne daß er mir die Entſcheidung meines Schickſals brächte. Aphra, wollen Sie ſich entſchließen, meine Gemahlin zu werden?

Niemals! ſagte ſie zerſtreut, noch immer hinunter lauſchend in den Hof.

Ueberlegen Sie! rief der Gouverneur dringend. Denken Sie an Ihre eigene Lage, an Ihre Verlaſſen⸗ heit! Wie eine fremde Wunderblume ſind Sie an dieſe Küſte geſchlendert, ſchutz⸗ und heimathlos ſind Sie ohne mich, ohne meinen mächtigen Arm. Aber ich, Aphra, ich will Sie zur Gebieterin dieſes Landes erheben, mächtig ſollen Sie ſein, wie eine Königin, und tiefer noch wie dort vor Oronvoko ſollen ſich vor Ihnen die Sklaven im Staube bengen! Und Aphra, bedenken Sie es wohl, Sie ſollen die Schutzgöttin dieſer Sklaven ſein. Sie nennen mich grauſam, wer⸗ den Sie mein Weib, und ich will von Ihnen die Milde und das Erbarmen lernen! Sie klagen meine