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heit, wo ich bei mir ſelbſt ſagte: Wenn Gott ſie, wenn auch nur auf kurze Zeit dem Leben zurückgäbe, und ich in dieſer kurzen Zeit ſie meine Gattin neh⸗ nen dürfte, ſo würde ich gern ſterben, glücklich, in das Grab das Bewußtſein mitnehmen zu dürfen, daß ich eine ſolche Gattin beſeſſen habe.“
Auf Helfrids bleichen Wangen entzündete ſich die Flamme der holdeſten Röthe. Mit einer uner⸗ klärlich ruhigen Stimme antwortete ſie:
„Dieſen Abend kann und will ich Ihnen keine Antwort geben; aber morgen.— Ach! mein Freund, ſetzte ſie weich hinzu,„welchen Schatten von einem Menſchenleben begehren Sie. Verlaſſen Sie mich jetzt.“
Als Jacobo von Helfrid wegging, wechſelte er einige Worte mit Stephana, welche er allein noch traf; darauf ſagte er ihr Lebewohl und ging durch die große Gemäldegallerie, welche man paſſiren mußte, um zu Helfrids im obern Stockwerk gelegenen Zimmern zu gelangen. Einige Lichter an dem mittelſten Kron⸗ leuchter erhellten das Dunkel daſelbſt. Jacobo war gedankenvoll hindurchgewandert und befand ſich eben vor dem großen Kamin, als eine Frau ihm ent⸗ gegentrat.
Es war Conſtanze.
Sie ſtand mitten unter dem Kronleuchter, wo die Lichter brannten, ſo daß der Schein davon auf Conſtanze's Züge fiel. Daß ſie lebhaft aufgeregt war, gab ſich auf den erſten Augenblick zu erkennen; deſſen ungeachtet trug ſie ihren Kopf mit Würde, und eine mit Mühe erkämpfte Ruhe herrſchte in dem Laut ihrer Stimme, als ſie begann:


