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Sie in allem Ihrem Thun ein wahrer Chriſt zu ſein ſich beſtrebt haben.“
„Beſtrebt— ja; aber ich habe auch ein menſch⸗ liches Herz, und dieſes
„Wird vergeben und vergeſſen.— Nun, geben Sie mir Ihr Verſprechen?“
Helfrid ſtreckte ihm die Hand hin. Jacobo er⸗
griff ſie und ſagte, ſie an ſeine Lippen führend:
„Sie haben mein Wort darauf, daß ich ſchein⸗ bar Axelhjelms Riederträchtigkeit vergeſſen werde; aber nun habe ich eine Bitte an Sie; wollen Sie dieſe unhören?“
Helfrid lächelte zur Antwort.
„Werfen Sie Ihre Standesvorurtheile von ſich und reichen Sie mir Ihre Hand. Sie erröthen, Hel⸗ frid. Hören Sie mich an!— Es war eine Zeit, und ſie iſt ſchon lang verſchwunden— wo Ihr junges Herz mit Hilfe der Phantaſie ſich mir zu⸗ wandte. Damals blutete das meinige noch aus einer allzu friſchen Wunde. Sie reisten ab. Erſt nach vielen Jahren ſah ich Sie wieder. Ich glaubte, der Aufenthalt im Auslande würde Sie von Ihren Vorurtheilen emancipiren und die Anſichten beſei⸗ tigen, die zwiſchen Ihnen und mir ſtanden. Ich hatte ſogar die Ueberzeugung, daß mein eigenes Herz niemals wieder jene heftigen und gewaltſamen Gefühle empfinden würde, welche wir mit dem Na⸗ men Liebe bezeichnen.“
Jacobo fuhr ſich mit der Hand über die Stirne.
„Sie täuſchten ſich,“ fiel Helfrid ein.
„Sie haben Recht; aber dieſe letzte Verirrung iſt vorüber.“


