Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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340 Welche Frage! Freundſchaft, Bewunderung und

unbegrenzte Ergebenheit iſt es, was ich für Sie

fühle.

In dieſem Fall werden Sie mir verſprechen, was ich jetzt von Ihnen begehre. Sie werden mir eine Bitte nicht abſchlagen können.

Nein, niemals. Und ſollte dieſe Bitte auch das Opfer deſſen in ſich ſchließen, was mir auf Er⸗ den das Höchſte iſt.

Wohlan, ſo überreden Sie meinen Bruder, Evert nach England zu ſchicken, und verſprechen Sie mir. Ihres Theils alles das Böſe zu vergeſſen, das er Ihnen angethan hat. Sie müſſen es vergeſſen, ohne Rückſicht darauf, ob ich lebe oder ſterbe.

Jacobo faß ſchweigend da, mit einer finſtern Wolke auf der Stirne. Als Helfrid eine lange Weile ver⸗ geblich darauf gewartet hatte, daß er Etwas ſagen würde, begann ſie wieder.

Sie antworten nicht. Habe ich ein ſo großes Opfer begehrt, daß Sie es mir nicht bringen wollen?

Jacobo ſah ſie lang an und ſagte dann langſam und mit Nachdruck:

Sie ahnen nicht, welchen Kampf es koſtet, da⸗ von abzuſtehen, dieſen Wurm zu zertreten, der mit ſeinem giftigen Stachel mich verwundet hat. Sie

haben nicht den leiſeſten Begriff davon, wie viel

Böſes er mir angethan hat; Sie verſtehen nicht, was es heißen will, ihn in meinen Händen zu haben und ungeſtraft loszulaſſen. Nur Ihnen, der ich mehr als mein Leben ſchuldig bin, werde ich ein ſolches Opfer bringen.

Nein! Sie hätten es doch nicht gethan, weil