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Sie lag mit geſchloſſenen Augen da. Stephana glaubte, ſie ſchliefe, und deßhalb ſtörte ſie Niemand.
Helfrid überdachte im Stillen die verfloſſenen Freigniſſe, und eine innere Stimme ſagte ihr, daß Arelhjelm durchaus nicht verreist ſei, ſondern daß Lange dieß nur vorgegeben habe.
Ein paar Abende ſpäter als Jacobo kam, fand er Helfrid zum erſten Mal ſeit ihrer Krankheit in einem Armſtuhl. Nachdem ſie ſeine Fragen über ihre Geſundheit beantwortet hatte, ließ ſie die Hand welche er gefaßt, in der ſeinigen ruhen, während ſie, in mildem und ſanftem Tone fragte:
„Wie ſteht es mit Evert?“
„Gut.“
Jacobo ließ ihre Hand los und lehnte ſich in den Seſſel zurück.
Stephana und Conſtanze waren im äußern Ka⸗ binet. Jacobo und Helfrid befanden ſich demnach allein.
„Wo iſt er?“ fragte Helfrid weiter.
„In Akersnäs, wo er bis auf Weiteres mein Gefangener iſt. Wären Sie geſtorben, dann....“
Jacobo blickte düſter vor ſich hin.
„Was wäre dann geſchehen?“
„Ich hätte den Elenden dem Gericht übergeben. Sie wiſſen nicht, wie verrucht er iſt; doch weßhalb davon reden? Es iſt mir unmöglich, mit kaltem Blut an ihn zu denken. Ich will mich nicht in Ihrer Gegenwart von allen den bittern Empfindungen beherrſchen laſſen, welche meine Seele erfüllen.“
„Herr Lange, hegen Sie wirklich Freundſchaft für mich?“
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