Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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So lang die Gefahr drohend war, vergaß man der

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lauſchte, deſto zerknirſchter war ſein Ausſehen. Er dachte mit Schmerz:

Dieſes edelgeſinnten, erhabenen Mädchens Herz habe ich beſeſſen und dennoch eine Andere geliebt. O Gott! gib Helfrid dem Leben wieder, damit ich meine Schuld dieſem armen Engel bezahlen kann!

Er erhob ſich und verließ das Krankenzimmer.

Stephana war nun wieder allein die Vertraute der noch immer phantaſirenden Helfrid.

Gott Vater! flüſterte Stephana mit gefalteten Händen,laß ſie ſterben, oder ſchenke ihrem reichen, warmen Herzen das Glück und den Frieden, deſſen ſie ſo lang entbehrt hat!

LIII.

Das Leben iſt launenhaft. Zuweilen findet es ſeine Luſt daran, mit dem Tode Gerade und Unge⸗

rade zu ſpielen und den Senſenmann um ſeine Beute zu betrügen.

So auch jetzt.

Helfrids Fieber minderte ſich allmälig, die Wunde heilte, und ſie erkannte ihre Umgebung wieder und konnte mit matter und ſchwacher Stimme zu ihnen reden. Es hatte ſomit den Anſchein, als würde ſie von ihrem Schmerzenslager ſich wieder erheben und ins Leben zurückkehren.

So hoffte man.

Auch Jacobo hoffte, obwohl er jetzt höchſt ſelten das Mädchen im Krankenzimmer zu ſehen bekam.