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1. Band (1864)
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ſaß er im Vorzimmer, und man ſah ihm am Geſicht an, daß alle ſeine Gedanken drinnen bei ihr waren.

Oft wenn Conſtanze's Augen auf ſeinem bleichen und verſtörten Antlitz weilten, hätte ſie vor Schmerz darüber weinen mögen, daß ſie nicht mehr das Recht als Freundin ihm zuzuſprechen und ihn zu tröſten.

Eines Abends, als ſie in einen Fauteuil zurück⸗ gelehnt in Helfrids Krankenzimmer ſaß und Jacobo betrachtete, dachte ſie:

Wie glücklich iſt Helfrid, welche mit ihrem Leben ihn beſchüzt hat und nunmehr alle ſeine Gedanken und Gefühle in Anſpruch nimmt. Ein Weſen, das er ewig bewundern und beweinen wird, während ich meinerſeits ein Gegenſtand der Verachtung und des Abſcheus für ihn bin. O! wie gerne möchte ich nicht das Loos mit ihr, der Sterbenden, vertauſchen!

Eines Abends, als Stephana Conſtanze überredet hatte, zur Ruhe zu gehen, ſaßen ſie und Jacobo allein bei Helfrid, welche den ganzen Tag in ſchwerem Delirium gelegen war. Gegend Abend war ſie ruhiger geworden und in einen todesähnlichen Schlum⸗ mer verfallen.

Jacobo und Stephana verhielten ſich unbeweglich und ſtill, um ſie nicht zu ſtören. Plötzlich flüſterte ſie mit jenem eigenthümlichen Accent, welcher das Fieber kennzeichnet:

Nun werde ich ſterben, mein Lebenslämpchen iſt ausgebrannt; aber ich will Dir die Geſchichte meines

erzens erzählen. Jacobo, flüſterte ſie mit keu⸗ chender Stimme,weißt Du, wie innig, wie treu dieſes Herz Dich geliebt hat, welches nun hrechen,