Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Meſſerſtich gegeben, wurde gleichfalls über den Hau⸗

fen geworfen. Die Räder des Wagens gingen ihm

über die Beine, und ſeinem Kameraden über den Kopf.

Am Tage darauf trug das Ausſehen aller Be⸗ wohner von Kungsborg bis zu dem niedrigſten Die⸗ ner herab das Gepräge der Niedergeſchlagenheit. Der große Salon ſtand leer, und auf dem Hofe hielten zwei Wagen, beide Aerzten gehörig.

Helfrid lag in einem heftigen, mit Delirium ver⸗ bundenen Fieber. Sie hatte einen tiefen Meſſerſtich in die Seite erhalten, und man fürchtete, ihr Leben nicht retten zu können. Weinend ſaß Stephana an ihrer Seite. Ganz außer ſich vor Verzweiflung, hatte Jacobo die Nacht in und neben dem Krankenzimmer zugebracht. Es war, als ob ſeine ganze Seele ſich an Helfrid gefeſſelt fühlte. Für alles Andere war er unempfindlich.

Conſtanze fand ſich auf erhaltene Nachricht von dem Unglück zu Kungsborg ſogleich ein, um mit Ste⸗ phana die Pflege von Helfrid zu theilen.

Daß ſie im Zimmer verweilte, war Etwas, das Jacobo gar nicht bemerkte. Seine Augen hingen feſt an den Zügen der Kranken.

Tage und Nächte vergingen, ohne daß er mehr als auf flüchtige Augenblicke Akersnäs beſuchte. Wenn er nicht drinnen bei der Kranken ſein konnte,