Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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gebung, welche Sie mir heute bewieſen, würde ich Gefahren von weit größerer Bedeutung, als die eben überſtandenen, bekämpfen.“

Helfrid lächelte matt. Es war ihr ums Herz, als ob darin Etwas auseinander geriſſen wäre.

Der Schrecken, den ſie erduldet, hatte, ſo ſchien es, ſie bis ins Innerſte getroffen. Nur ſchwer und matt pulſirte das Leben in ihrer Bruſt.

Jacobo verließ das Zimmer, kehrte aber nach einigen Augenblicken wieder, indem er einen Schlüſſel in die Weſtentaſche ſteckte. Sein Ausſehen war ſtreng und hart.

„Sie haben Axelhjelm gefangen geſetzt?“ ſagte Helfrid in traurigem Ton.

„Woraus ziehen Sie einen ſolchen Schluß?“ fragte Jacobo, indem er neben ihr Platz nahm.

„Daraus, daß er, wie ich weiß, an den Verfol⸗ gungen gegen Jvar Theil genommen hat. Was iſt Ihre Abſicht mit dem unglücklichen jungen Mann?“

„Bedauern Sie ihn?“ fragte Jacobo mit fun⸗ kelnden Augen.„Ach, Fräulein Helfrid, mit einem gewöhnlichen Arbeiter, welcher ſich ſolcher Dinge, wie dieſer Bube ſchuldig gemacht hat, würden Sie kein Mitleid gehabt haben.“

Jacobo zog den anonymen Brief heraus, welchen er von Baron. erhalten hatte, und reichte ihn Helfrid.

„Wer, glauben Sie, iſt der Verfaſſer dieſes

Schreibens?“

Helfrid betrachtete eine lange Weile die verſtellten Buchſtaben; dann ſah ſie erſchrocken zu Lange auf. Ihre Augen begegneten ſich, und er ſprach mit einem