Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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zu erringen und ſich zu einem det Auserwählten der Geſellſchaft zu machen.

Dieß, Fräulein Helfrid, iſt zu viel geſagt. Ich habe durch meine Arbeit nur das gewonnen, was jeder rechtſchaffene Arbeiter verdienen muß, nämlich Unabhängigkeit und Achtung.

Jeder Arbeiter, ſagen Sie? Nein, der welcher ſich ein Anſehen erworben hat, dergleichen 2 Sie, wie ich höre, mit Recht genießen, muß unbe⸗ dingt von Eltern abſtammen, die einer gebildeten 3 Geſellſchaftsklaſſe angehört haben.

Oh, Sie ſind noch eine ebenſo große Ariſtokra⸗ tin wie früher.

Ich hoffe in dieſer Beziehung auch niemals

andern Sinnes zu werden. Sie verachten alſo die Kinder des Volkes 2 Von Verachtung kann keine Rede ſein, ſondern ich ſehe ſie nur als Leute an, die einer unveredel⸗ ſi

ten Race angehören. Roh in ihren Neigungen, Gedanken und Gefühlen, können ſie nichts Hohes, 3 Edles und Großes zu Tage fördern. 3

Aber ihre Naturankagen ſind doch den unſern gleich. Sie ſind von Gott mit Seelen begabt, aus denſelben Elementen zuſammengeſetzt. Es iſt nur deren unglückliche Stellung im Leben, welche ſie ver⸗ hindert, in demſelben Maße wie diejenigen, welchen 6 ein glücklicheres Loos gefallen iſt, ſich auszubilden und zu veredeln. Bedenken Sie, daß aus der Hütte des Köthners und Bauern die Mehrzahl unſerer größten Geiſter hervorgegangen iſt.

Wir wollen hier nicht von jenen Phänomenen in der Welt des Genie's ſprechen, welche eine Aus⸗