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heitern Lächeln.„Ich möchte durchaus die Frau Gräfin überraſchen.“
„Hm!“ erwiederte der Alte und ſah ganz un⸗ ſchlüſſig aus.
„Nur dieſes einzige Mal,“ ſetzte jene hinzu, warf, ohne demſelben weitere Bedenkzeit zu laſſen, Hut und Mantel ab, eilte mit leichtem und laut⸗ loſem Schritt nach dem Salon und ſchob die Thür⸗ gardine zur Seite.
Sie ſteckte den Kopf hinein und warf einen raſchen Blick in dem großen Gemach herum, welches ſich vollkommen gleich geblieben war.
Auf dem kleinen Sopha vor der Glasthüre, welche auf die Terraſſe hinaus führte, ſaß Stephana; ſie beugte ſich auf ein Buch nieder, in welchem ſie las. Leiſe wie ein Geiſt ſchlich die kleine Dame durch den Salon und ſtellte ſich hinter Stephana auf. Dann hielt ſie plötzlich dieſer die kleinen Hände vor die Augen und rief mit verſtellter Stimme:
„Sage ſogleich, wer ich bin!“
„Conſtanze!“ antwortete Stephana.
Darauf erfolgte ein friſches, helles Gelächter, welches viel zu charakteriſtiſch war, als daß man es vergeſſen konnte.
„Olga!“ rief jetzt Stephana und ſprang auf. Im nächſten Augenblick war ſie von Stephana's Armen feſt umſchloſſen.
Conſtanze erhielt gegen Mittag durch einen Boten die Einladung, nach Kungsborg zu kommen, da die Gräfin Frau Lange etwas Wichtiges mitzutheilen hätte.
Man war übereinkommen, daß Olga bei Con⸗
ſtanze's Ankunft nicht ſichtbar ſein ſollte; deßhalb


