Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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geſagt, ſondern die Frage lautet:Iſt Conſtanze's Herz daſſelbe geblieben? Wann darf ich Sie wie⸗ derſehen? Dieß ſoll mir Alles ſagen, was ich zu hoffen habe.

Einmal ſchwur ich, niemals, was auch geſchehen möge, noch einmal die Worte auszuſprechen: Ich liebe Sie. Ich werde es auch nicht thun; aber ich werde Ihnen beweiſen, wie innig Conſtanze geliebt worden iſt und geliebt wird von

Jacobo Lange.

Ein reitender Bote überbrachte an Lange folgende Antwort:

Conſtanze erwartet Jacobo zu Sturesjö, ſobald er dieſes erhält. Laſſen Sie das Warten nicht allzu lange dauern.

Mein lieber Leſer, wir waren nicht zu Sturesjö, als Jacobo dort anlangte, und können folglich auch von dem, was zur Sprache kam, keine Rechenſchaft geben. Wir wiſſen blos, daß beide um Mittag ſich nach Kungsborg begaben, und daß Conſtanze's Wunſche gemäß die Verlobung bis zu ihrem Geburtstag, dem zwanzigſten December aufgeſchoben wurde.

In einem Briefe an Olga hatte Conſtanze dieſer von ihrem bevorſtehenden Glücke Mittheilung gemacht. Die Nachricht hievon war für Olga eine Quelle der Freude geweſen, weil ſie nun das für ihr Herz ſo tröſtliche Bild einer freudenreichen Zukunft für die Schweſter beſaß. Sie erachtete es indeſſen als über⸗ flüſſig, Evert hievon in Kenntniß zu ſetzen, bevor eine förmliche Notifikation erfolgte. Sie ahnte nur allzuwohl, welche häusliche Hölle daraus für ſie entſtehen würde.