Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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welche der Verwalter ihr als unordentliche und in Folge davon höchſt arme Leute geſchildert hatte. Sie war, wie Lange ſich ausgedrückt haben würde, auf die Laune gerathen, daß Niemand arm ſein dürfe, der zu ihrem Beſitzthum gehörte.

Während Conſtanze auf Mamſell Aker wartete, meldete der Diener:

Herr Lange.

Bitte Herrn Lange, einzutreten, antwortete Conſtanze und fühlte, daß ſie ſich nur mit Mühe würde enthalten können, ihm etwas recht Bitteres zu ſagen; aber als Lange nun mit einem freund⸗ lichen und herzlichen Lächeln auf ſeinen Lippen vor ihr ſtand, da legte ſich der Zorn, und ſie ſagte ſcherzend:

Iſt es die Reue, welche Sie hieher führt?

Bis jetzt, antwortete Lange,bin ich von die⸗ ſem Gefühl nicht mehr als einmal in meinem Leben heimgeſucht worden.

Und dieß war?

Schon vor mehreren Jahren; aber Reue über meinen dornigen Brief fühle ich ganz und gar nicht. Im Gegentheil, ich bin hieher gekommen, um mich über die Reſultate davon zu freuen. Es gibt, wie Sie wiſſen, nur zweierlei Politik, nämlich die, welche glückt und die, welche mißglückt. Nun will ich wiſſen, zu welcher von beiden die meinige gehörte.

Politik, ſagen Sie? War Ihr Brief eine Politik?

Gewiß. Ich wollte Sie ärgern. Zorn

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