Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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wort, welche völlig von ihrem Zorn diktirt worden war, unverzüglich ab.

Die Reaction, welche der Aerger bewerkſtelligte, war ſehr heilſam. Conſtanze wurde völlig aus der Niedergeſchlagenheit emporgeriſſen, welche die ganze Zeit vor und nach der Hochzeit ſie beherrſcht hatte. Als der Bote von Akersnäs zurückkam, überreichte er Conſtanze ein Billet, welches blos folgende Worte enthielt:

Haben Sie Dank dafür, daß Sie böſe gewor⸗ den ſind. Ich bin wirklich viel beſcheidener, als Sie. Ich kann Ihnen dafür danken, daß Sie mir nur Dornen und keine Roſen geſandt haben.

Conſtanze fühlte ſich in der Seele erbittert gegen Jacobo und ſchlief mit dem ſchönen Vorſatz ein, auf lange Zeit Kungsborg nicht zu beſuchen, damit ſie des Zuſammentreffens mit ihm überhoben wäre.

Am folgenden Morgen begab ſie ſich hinunter zu ihrem Verwalter und begann mit ihm die Rech⸗ nungen durchzugehen, ſich von ihren Untergebenen und von Allem, was ſonſt ihr Beſitzthum betraf, zu unterrichten.

Conſtanze war ganz erſtaunt, als man das Mit⸗ tagsmahl anmeldete, und ſie ſagte bei ſich:

Mir dünkt, ich habe ein ordentliches Tagewerk vollbracht und gerade gearbeitet, als ob ich die Ab⸗ ſicht hätte, ihm damit zu gefallen. Das wäre auf alle Fälle ein zweckloſer Verſuch.

Am Nachmittag gedachte Conſtanze in Beglei⸗ tung ihrer Wirthſchafterin, Mamſell Aker, 4

Wanderung zu ein paar Köthnern zu unternehmen,