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„Sagen Sie mir ein für allemal: was berech⸗ tigt Sie, ſich unaufhörlich mit meinen Fehlern zu beſchäftigen? Meine edelſten, und ich möchte ſagen, heiligſten Gefühle zu tadeln und zu mißdeuten? Iſt wirklich Ihre Selbſtvergötterung ſo groß, daß Sie nicht begreifen können, wie es Charaktere gibt, welche von dem Fhrigen abweichen und deſſen un⸗ geachtet Werth haben könten?
„Ich will aus Lainte unglücklich ſein, ſagen Sie. Was oder wie viel begreifen Sie von meinen Ge⸗ fühlen oder vön meiner Lebensanſicht? Nichts.
„Urtheilen Sie ſomit nicht über Etwas, das Sie nicht verſtehen können.
„Sie fordern mich auf, zu arbeiten. Nun wohl, möchten Sie ſehen, wie ich hinſitze und mich mit Weißzeugnähen, Strumpfſtricken und dergl. abgebe, oder was wollen Sie, daß ich thun ſoll? Backen, brauen, ſcheuern, waſchen und plätten, oder Heu rechen und Garben binden?
„Sonſt hatte ich geglaubt, daß man auch arbeite, wenn man leſe, ſeinen Geiſt ausbilde, für ſeine Untergebenen Sorge trage, der Noth der Armen zu ſteuern ſuche u. ſ. w. Verzeihen Sie, daß ſich bis⸗ her einer ſo verkehrten Auffaſſung hingegeben hat.
Conſtanze Callenſtjer na.“
„N. S. Wenn ich Ihre Freundin ſein wollte, ſo würde ich auch wagen, es zu ſein„trotz Ihrer großen und mannigfachen Fehler, aber ich willes ni ch t.“
Conſtanze ſchickte dieſe zuſammengeworfene Ant⸗
Schwartz, Arbeit abelt ben Mann. II. 0


