Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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für ich bis auf Weiteres die Sache der Ver⸗ geſſenheit übergeben will, nämlich den: Sie, Con⸗ ſtanze, händigen mir die Summe von fünfzigtauſend Reichsthalern in guten und ſicheren Papieren ein; das heißt, Sie geben mir eine Verſchreibung auf dieſe Summe und arrangiren es ſo, daß ich von irgend einem Handelshaus in England dieſelbe er⸗ heben kann, weil ich für dieſen Foll ſchon morgen eine längere Reiſe antrete. Gehen Sie auf dieſen Vorſchlag nicht ein, ſo mache ich morgen einen Pro⸗ ceß gegen Olga anhängig, welcher immerdar, auch wenn er zu Nichts weiter führt, Skandal im Gefolge hat. Vor Abend wünſche ich Ihre Antwort zu er⸗ halten.“ Damit entfernte er ſich ebenſo ſchnell, wie er eingetreten war.

Kurz ehe er ſich zur Ruhe begeben wollte, über⸗ reichte ihm Friederich einen Brief. Derſelbe enthielt folgende Zeilen:

„Ihr Vorſchlag iſt angenommen; morgen werden Sie die gewünſchte Verſchreibung erhalten.“

Zufrieden mit der Art und Weiſe, wie er die ungünſtigſten Umſtände zu ſeinem Vortheil zu wenden gewußt hatte, legte ſich Evert nieder; aber der Schlaf wollte ſich nicht einſtellen. So ſehr er auch hin und her raiſonnirte, ſo blieb doch immer Etwas zurück, das ihn anklagte oder ihm bewies, daß ſeine Hoff⸗ nungen geſcheitert waren. Er warf ſich unruhig auf dem Lager hin und her und empfand endlich eine ſolche innere Qual, daß es ihm unerträglich dünkte, im Finſtern zu bleiben. Er ſtreckte die Hand aus, um nach dem Feuerzeuge auf dem Nachttiſch zu greifen, hörte aber in denſelben Augenblick einen