Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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LXIII.

Cvert hatte den ganzen Tag, in ſeinem Zimmer eingeſchloſſen, zugebracht. Von Zeit zu Zeit hatte er ſeinen Schreibtiſch geöffnet und, was er noch an Geld und Werthpapieren beſaß, zuſammengerechnet. Er hatte natürlich ſich zum Reiſen entſchloſſen, aber gleichzeitig noch einen andern Vorſatz gefaßt.

„Muß ich das Vaterland und meinen Rache⸗ plänen entſagen, ſo will ich auch ſo viel mir zu eigen machen, um im Auslande ein angenehmes Leben führen zu können; folglich ſoll Conſtanze die⸗ jenige ſein, welche zu meinem Wohlergehen beiſteuern muß.— Ich werde immerdar das Bewußtſein mit mir nehmen, daß Olga an mich gefeſſelt, als meine Frau fortzuleben gezwungen iſt, ohne ſich mit einem Andern vereinigen zu können, im Fall ihr Herz zur Liebe erwacht. Ich bleibe auf dieſe Weiſe ſtets ihr böſer Genius.“

Mit dieſen ſchönen Gedanken beſchäftigt, lenkte er ſeine Schritte nach Olga's Zimmer, wo er ganz richtig Conſtanze fand. Ohne die Erſtere eines Blickes zu würdigen, begann er zu der Letztern gewendet:

„Sie fragten mich, ob ich einen Preis dafür hätte, wenn ich von dem Vorſatz abſtände, die Welt wiſſen zu laſſen, wie meine Frau ihre und meine Ehre gewahrt hat.“

„Ja, mein Herr,“ erwiederte Conſtanze,„ich ſtellte dieſe Frage und wiederhole ſie noch einmal.“

„Nun wohl, ich habe wirklich einen Preis, wo⸗