Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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daß es eine Schande iſt, nur mit Dir zu reden. Vernimm alſo den Urtheilsſpruch, den ich fälle: Du haſt vierundzwanzig Stunden Zeit, zu wählen, ob Du dich in die Ewigkeit befördern, oder in einen andern Welttheil auswandern willſt; aber Du mußt allein reiſen, darfſt Olga nicht mitnehmen. Biſt Du innerhalb dieſer Zeit nicht fort, ſo mag das Ge⸗ ſetz ſeinen Lauf haben. Dann verlaſſe ich Schwe⸗ den und wechsle meinen Namen. Ich werde dem, welchen ich annehme, ſchon Achtung zu verſchaffen

wiſſen. Dieß iſt, merke es wohl, auf Ehre und Ge⸗

wiſſen, mein Beſchluß. Entweder mußt Du aus dem

Wege gehen, oder für dein Verbrechen Strafe er⸗ leiden. Weiter habe ich nichts beizufügen.“ Kurt ſah auf ſeine Uhr und fuhr dann fort: „Morgen um dieſe Stunde werde ich mich er⸗ kundigen, ob Du noch da biſt. Einen Paß und, was Du ſonſt zum Fortkommen brauchſt, werde ich anſchaffen.“

Kurt warf ihm den einen Schlüſſel zu, nahm

den andern, öffnete die Thüre und entſernte ſich.

Gvert blieb wie angewurzelt ſtehen. Es lag et⸗

was Gräßliches in der Raſerei, welche ſein Inneres bei dem Gedanken erfüllte, daß alles das Böſe, wel⸗ ches er Andern anzuthun verſucht hatte, auf ihn ſelbſt zurückgeſchlagen war. Eben jetzt, in dem Augenblick, da er Conſtanze in ſeiner Hand zu haben glaubte, da er mit hölliſcher Schadenfreude die Vortheile be⸗ rechnete, die er für ſich hatte, die Waffen prüfte, die er benützen konnte,— jetzt erfolgte die Ent⸗ deckung eines vor acht Jahren begangenen Verbre⸗ chens und ſtellte ſich zwiſchen ihn und ſeine Rache—