Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Abermals machte er einige Schritte auf und ab. Inzwiſchen hatte Evert wieder Muth geſchöpft. Er hatte im Stillen die Sache überlegt und war zu dem Reſultat gelangt, daß ſein Bruder unmöglich einen Beweis gegen ihn haben könnte, ſondern daß Alles auf bloßem Verdacht beruhte.

In demſelben Maße, als Kurts Zorn ſich zu legen ſchien, nahm Evert ſeine urſprüngliche Si⸗ cherheit und Unverſchämtheit wieder an. Er ſtand deßhalb auf und fragte, den Kopf emporwerfend, in trotzigem Ton:

„Darf ich vielleicht erfahren, was dieſe rohe Aufführung zu bedeuten hat? Welches Recht haſt Du, mich mit ſo niederträchtigen Beſchuldigungen zu überhäufen, wie Du eben ausgeſprochen haſt? Ich glaube, in meinem eigenen Hauſe nicht nöthig zu haben, deiner Gewaltthätigkeit mich zu unter⸗ werfen.“

Mit dieſen Worten näherte ſich Evert der Klin⸗ gelſchnur.

„Rufe einen von deinen Dienern, wenn Du es wagſt,“ ſagte Kurt.„Dann laſſe ich Dich in Arreſt ſetzen. Verſtehſt Du?“

Evert zog die Hand wieder zurück.

„Ich verſtehe nichts,“ antwortete er.

„Nun, dann will ich Dir die Sache ſchnell be⸗ greiflich machen.“

Kurt warf ſich auf den Sopha— Er fuhr ſich mit der Hand über die kalte und bleiche Stirne.

„Haſt Du ganz vergeſſen, daß Jönsſon, der eine deiner Mitſchuldigen, eine Mutter hinterließ, daß dieſe Mutter Kenntniß von dem Lerſ und