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„Was zum Teufel thuſt Du?“ rief Evert und that etliche Schritte nach der gegenüber befindlichen Thüre; aber Kurt ergriff ihn am Arm, ſchleuderte
ihn wie einen Handſchuh zur Seite und ſagte, wäh⸗
rend er auch dieſe verſchloß:
„Ich verſichere mich des Gruftdiebs Evert Axel⸗ hielm.“
Unwillkürlich begann Evert am ganzen Leibe zu zittern. Er faßte krampfhaft nach der Stuhllehne.
„Elender, wagſt Du noch, aufrecht zu ſtehen?“
rief Kurt und packte ihn an der Schulter.„Du be⸗ greifſt wohl, daß Du nach dieſer gräßlichen Ent⸗
deckung nur noch einige Minuten zu leben haſt!“
Evert machte eine verzweifelte Anſtrengung, ſich
loszureißen. „Rühre Dich von der Stelle, ſtoße einen ein⸗ zigen Laut aus, ſo ſchlage ich Dir den Schädel mit
meiner geballten Fauſt ein. Du glaubſt vielleicht,
ich werde zugeben, daß Du wie ein anderer Ver⸗
brecher vor Gericht geſtellt werdeſt?“
Kurt ließ ihn los und ging ein paar Mal im Zimmer auf und ab. Evert war auf den Stuhl niedergeſunken.
Nach einer langen Pauſe nahm Kurt wieder mit unnatürlich ruhiger Stimme das Wort:
„Es wundert mich, daß Du noch lebſt; daß ich
Dich nicht im erſten Ausbruch meines Zornes ge⸗ tödtet habe.“ Er kreuzte die Arme über der Bruſt und be⸗ trachtete Evert, indem er mit Schmerz hinzuſette: „Wie gräßlich, daß dieß mein Bruder iſt, mei⸗ ver Mutter Sohn!— O es iſt zum Entſetzen!“


