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Olga dachte bei ſich:
„Ich möchte wiſſen, ob die Tante Recht hat! Läugnen läßt ſich nicht, daß ich leicht in Entzücken gerathe. Ei, ei, wenn ich niemals ordentlich ver⸗ liebt werden könnte!“
V.
Es wurde beſchloſſen, daß Conſtanze und Olga während des Mittſommers in Kungsborg bleiben ſollten, da Graf Romarhjerta auf einige Wochen in Geſchäftsangelegenheiten nach England reiſen mußte.
Einige Tage nach dem oben beſchriebenen Abend wurde die Reiſe wirklich angetreten. Stephana und Olga begleiteten ihn bis nach Gothenburg. Con⸗ ſtanze fuhr unterdeſſen nach Sturesjö und ſollte nach Kungsborg zurückkehren, wenn die Andern wiederkämen.
In Akersnäs verlief Alles in ſeinem gleichmä⸗ ßigen Gang und mit noch mehr Leben und Energie als früher. Der junge Werkmeiſter ſchlug, wie die Leute in der Fabrik ſich ausdrückten, tüchtig drauf los, ſowohl wenn es das Anordnen eines Geſchäfts, als das Selbſtarbeiten betraf. Wenn die Werk⸗ ſtätte Abends geſchloſſen wurde, konnte es wohl geſchehen, daß er noch lang in die Nacht hinein über ſeinen Zeichnungen daſaß. Er gönnte ſich weder Raſt noch Ruhe. Eine neu verſchriebene Drehbank war erſt kürzlich aufgeſtellt worden; zwei neue Bohr⸗ maſchinen ſollten ihr zugleich mit der von Jvar er⸗ fundenen Eiſenhobelmaſchine nunmehr folgen.


