Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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verließen, wandte ſich Olga mit der Frage an Ste⸗ phana:

„Nun, Tante, wie gefällt Dir der Ingenieur?“

„Sehr wohl. Das iſt ein Burſche nach meinem Geſchmack,“ erwiederte Stephana;„ein Kind aus dem Volk, das durch ſich ſelbſt geworden, was es iſt. Und nun, wie gefällt er meiner kleinen Olga?“ fuhr Stephana fort, indem ſie dem Mädchen auf die Wange klopfte.

Hlga ſchlang ihren Arm um Stephana's Leib und rief mit jener excentriſchen Lebhaftigkeit, welche nicht einmal Stephana, ſo ſehr ſie auch darauf hin⸗ arbeitete, ihr abzuthun vermocht hatte:

„Er kommt mir vor wie ein Dämon. Er ent⸗ zückt mich, und dennoch möchte ich ihn verab⸗ ſcheuen.“

„Kindereien, meine liebe Olga. Der junge Mann hat gar nichts Dämoniſches an ſich und ſucht auf keine Weiſe zu entzücken oder einzunehmen.“

„Nein, das weiß Gott. Wären wir ſchon frü⸗ her mit einander zuſammengetroffen, ſo würde ich glauben, er habe einen alten Groll gegen mich— von der Art iſt ſein Benehmen.“

„Als ein Kind des Volks hat er beſtimmt eine natürliche Abneigung gegen Alles, was Adel heißt.“

„Aber, mein Gott, ich kann doch nichts dafür, daß ich von Adel bin,“ entgegnete Olga übellau⸗ nig,„und es iſt doch recht hart, wenn das Volk einen Widerwillen gegen etwas hat, woran mun ſelbſt unſchuldig iſt.“

„Das ſieht aus, als ob Du ein ungemeines Ge⸗