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geſichte ſtand zu leſen, daß er die Gefühle, wovon Jvar beherrſcht wurde, ſehr wohl begriff.
Zu Kungsborg wurde Jvar von Stephana mit zuvorkommender Freundlichkeit empfangen; auch Graf Hermann bewies ihm die Achtung und das Wohl⸗ wollen, wodurch der ältere Mann immer den jüngern, der im Beſitze ausgezeichneter Eigenſchaften iſt, zu ehren pflegt.
Jacobo fand zu ſeiner nicht geringen Verwun⸗ derung Conſtanze noch zu Kungsborg. Er grüßte artig, aber kalt und beſchäftigte ſich im Uebrigen nicht mit ihr. Jvar dagegen leitete ein Geſpräch mit Conſtanze ein, welches ſich um Reiſen drehte.
„Sie haben das Vaterland⸗der Kunſt und Poeſie beſucht,“ ſagte er;„ich dagegen die Heimath der Proſa. Ich geſtehe aufrichtig, daß Italien für mich nichts Lockendes hat, Es kommt mir wie eine Ruine vor. Man muß rückwärts und nicht vorwärts blicken, wenn man dort verweilt.“
„Da hört man, daß Sie längere Zeit in England geweſen ſind, wo ſich alles Intereſſe um Induſtrie und Befriedigung materieller Bedürfniſſe concentrirt,“ antwortete Conſtanze.
„Aber in dieſem Streben nach Vervollkommnung im Materiellen liegt gerade der Fortſchritt der Seele,“ iel Stephana ein.„Betrachte einmal eine jener aſchinen, von welchen Du mit ſo großer Gering⸗ ſchätzung ſprichſt, und Du mußt zugeben, daß Genie, ja ſogar Etwas von Poeſie darin liegt. Sie zeugen von dem Reichthum des Menſchengeiſtes. Welche Unendlichkeit von Verſuchen und welche Anſtrengungen der Denkkraft haben dieſelben nicht gekoſtet. Man Schwartz, Arbeit adelt den Mann. I. 3


