Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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nun den unwiderſtehlichen Wunſch, dem Mädchen zu beweiſen, wie ungemein gering ſie in ſeinen Augen war. Es lag Etwas von Rachgier in ſeinen Ge⸗

danken. Er wollte ihr nichts Böſes thun, aber er

wünſchte ſie demüthigen zu können.— Es war dieß, mein lieber Leſer, wir geben es zu, ein Zug, der Jvar wenig Ehre machte; aber du wirſt nicht haben wollen, daß ich ihn beſſer mache, als er iſt. Er war allerdings nicht frei von menſchlichen Fehlern und Schwächen.

V.

Als es ſieben Uhr geſchlagen hatte, rollte Ja⸗ cobo's Wagen auf dem Wege nach Kungsborg dahin.

„Du wünſcheſt alſo,“ ſagte Lange,„nicht einmal die Romarhjertas ſollen erfahren, daß Du mit Jvar ein und dieſelbe Perſon biſt?“

„Jo, ſofern ſie mich nicht wieder erkennen, was ich jedoch kaum glaube. Der Graf und die Gräfin haben mich ja nur einige Mal geſehen.“

„Aber Fräulein Olga grübelte ſehr darüber nach, wem Du gleich ſeheſt, und wo ſie deine Augen ſchon vor ſich gehabt habe.“ 4

„So— ſie iſt allzu gütig, ſich mit mir zu be⸗ ſchäftigen.“

Ohne daß Jvar es merkte, lag ein Anſtrich von Bitterkeit in dem Ton, womit dieſe Worte ausge⸗ ſprochen wurden.

Jacobo antwortete Nichts, aber auf ſeinem An⸗